Montag, 14. April 2014

Trashfilmabend of the Dead Reloaded Part 2


Andreas: Waren die beiden vorangegangenen Filme noch irgendwie auf eine schlechte Art und Weise konventionell, entzieht sich Forbidden Zone jedweder Konvention komplett.



Der Film ist von Richard Elfman, bekannter ist wahrscheinlich sein Bruder Danny Elfman. Trotzdem scheint auch Richard Musik zu lieben. Oder zu hassen.


(Danny Elfman als Satan)

Auf jeden Fall hat er mit Forbidden Zone ein abgedrehtes Musical produziert, das sich an so was ähnlichem wie einer Handlung entlang hangelt, Charaktere grundsätzlich als Parodie ihrer selbst präsentiert und dem Zuschauer einiges abverlangt. Sinnlose Szenen werden aneinander gereiht, hirnlose Dialoge abgespult und die Songs überzeugen mal mehr, mal weniger. Alles in einer abgedrehten frühen MTV-Ästhetik, bei denen einzelne Ausschnitte nur einen unvollständigen Blick auf das Gesamtwerk erlauben.



Dadurch sind die Ausschnitte jetzt daheim auf Youtube nicht ganz so grausam, wie dieses Machwerk in voller Länge. Khalil wird sicher gern bestätigen, dass ich den ganzen Film über mit einem großen WTF im Gesicht dem Geschehen versucht habe zu folgen und mehr als einmal den Tränen nahe war. Aber weder Bitten noch Flehen konnten das Herz Khalils erweichen und ich blieb mit meinen Fragen allein.

WAS WILL MIR DIESER FILM SAGEN????
WARUM SINGEN DIE DIE GANZE ZEIT????
WARUM MACHEN DIE DAS???

Meiner vom Alkohol geschwängerten Meinung, dass dieser Film die Grauen des Holocausts in 73 Minuten Film quetscht, ist im nachhinein sicher etwas geschmacklos, drückt aber meine Gefühlslage während des Schauens ganz gut aus.

Irgendwie Rocky Horror Picture Show in pervers und abgedreht.

Funfact: Der Film wurde nachcoloriert.

Eyecandy: Die Blonde mit den nackten Titten Die blonde Charakterdarstellerin

Khalil: Mit dem nächsten Streifen habe ich es meinem Publikum wirklich nicht leicht gemacht, denn Forbidden Zone von Richard Elfman hält sich an keine gängigen Filmregeln und Konventionen, sondern ist wie Andreas schon erkannt hat, der kleine fiese Bruder der Rocky Horror Picture Show, gegen den diese äußerst zahm wirkt.

Zur Handlung - durch eine Tür gerät Frenchy in die Forbidden Zone, eine Paralleldimension, in der sie allerlei seltsamer Leute trifft, die seltsame Dinge machen und seltsame Lieder singen.

Den Film als reinen Trash abzutun ist eigentlich nicht richtig, in den USA genießt der Streifen beinahe größeren Kultstatus als Rocky Horror, nur in unseren Breitengraden ist das Ding wirklich nur eingefleischten Cineasten ein Begriff.

Aber tatsächlich sitzt man, wenn man das Ding das erste Mal sieht, einfach fassungslos vor dem Fernseher - das mag an den vollkommen durchen Figuren liegen, an den zum Teil haarsträubenden Gesangseinlagen, der Handlung, ach, einfach an allem - macht euch anhand des Trailers selbst ein Bild, oder noch besser, schaut euch das Ding komplett an, am besten unter dem Einfluss jeder Menge psychoaktiver Drogen. :)



Ob es wohl an dem Film oder der Uhrzeit lag, dass sich dann alle Gäste, bis auf Andreas, auf den Heimweg gemacht haben? :)

Khalil: Anyway, kommen wir zum letzten Streifen, der ein Herzenswunsch für Andreas war, der sich Endzeit aus Italien gewünscht hat, und genau das bot der letzte Streifen, zudem ist er eine seltene Mischung aus Endzeit und Tier-Horrorfilm.

Riffs 3 - Die Ratten von Manhattan, seines Zeichens von dem italienischen Z-Regisseur Bruno Mattei inszeniert, hat eigentlich mit der Riffs Serie, die ja durchaus Kultstatus genießt, herzlich wenig zu tun und wurde meines Wissens auch nur in Deutschland als Fortsetzung zu The Riffs verkauft. Im Grunde ist der Film nur ein Horrorflick schlechtester Sorte in einem Endzeitszenario.

Die Welt ist schon wieder in eine atomare Katastrophe marschiert, nur die Riffs haben diese, wie auch immer, überlebt. Auf der Suche nach Essbaren finden sie ein Laborkomplex, in dem wohl geforscht wurde, wie man die Katastrophe überleben kann und finden dort jede Menge essbarer Dinge, Wasser, ja und...Ratten. Jede Menge Ratten! Ratten, die ihnen schon bald zeigen, dass sie die wahren Herrscher nach der Katastrophe sind und nach und nach die Riffs dezimieren.

Selbst nach Maßstäben für Endzeitfilme aus Italien ist der Film wirklich scheiße pur, den schlechten Schauspielern gönnt man den Tod, die FX sind so unfassbar schlecht, dass selbst ein Ittenbach mit Black Past schon Besseres vorgelegt hat, ganz zu schweigen von den Rattensequenzen, bei denen es sich übrigens um weiße Ratten gehandelt hat, die man einfach mit schwarzer Farbe angesprüht hat. Auch sehr schön war es mit anzusehen, wie man "MILLIONEN VON RATTEN" umgesetzt hat, bei denen es sich meist um eine Handvoll gehandelt hat, die meistens sehr lustlos irgendwo rumsaßen.

Und der Schluss erst...spätestens da brüllt man vor unfreiwilliger Komik lauthals los. :)
Jedenfalls, es dürfte kaum einen schlechteren Regisseur als Herrn Mattei geben, das hat der Streifen eindrucksvoll bewiesen. :)



Andreas: Ja, e
s war schon spät, als exklusiv für mich noch zwei Trashgranaten abgefeuert wurden. Nach einem emotionalen Abschied von den übrigen Gästen gab's endlich den erhofften Italo-Endzeit-Trasher, die wir doch alle so lieben. Oder ich zumindest.

Mit Riffs 3 gab’s gleichzeitig auch einen Nachfolger zu einem Titel, den wir bereits in einer früheren Session schätzen gelernt haben. The Riffs als schlecht zu bezeichnen, würde dem Film nicht gerecht. Natürlich wirkt er aus heutiger Sicht unfreiwillig komisch, wird aber nicht umsonst als Kultstreifen geschätzt. Beim dritten Teil verhält es sich da etwas anders.

Die Riffs haben die Auslöschung der Menschheit überlebt. Wie sie das geschafft haben, bleibt ihr Geheimnis. So dämlich, wie die sich während des Films anstellen, kann das nur an einer fortgeschritten Strahlenimmunität liegen, ausgelöst durch das Vakuum in ihren Köpfen.

Ja, nun, trotz des Vakuums haben sie es geschafft, in ein Forschungslabor einzudringen, das irgendwie nach allem möglichen, aber nicht nach Forschungslabor ausschaut. Dort stoßen sie auf Kisten voller Vorräte, die gleich mal hemmungslos geplündert und verschwendet werden. Klar, warum auch sparsam damit umgehen?

Neben den Vorräten stoßen sie aber auch noch auf Leichen. Und Ratten. Könnte da ein Zusammenhang bestehen?

Dann geht's auch schon Schlag auf Schlag und nach und nach wird die Gang durch die umherstreifenden Rattenhorden, von denen man selten mehr als zehn auf einmal sieht, dahingerifft, äh... rafft.

Hier vereint sich wirklich das ganze Elend des italienischen Kinos der frühen Achtziger. Eine banale Handlung trifft auf eher weniger als mehr begabte Darsteller, billigste Kulissen, schlechte Dialoge und einen unfähigen Regisseur. Super!

Funfact: Im Abspann wird ein komplett anderer Filmtitel genannt

Eyecandy: Der Typ mit dem Vollbart

Wie Khalil weiter unten charmant andeutet, bin ich langsam in Morpheus Arme gesunken, weshalb ich zu Weltkatastrophe 1999 nichts mehr schreiben kann. Gut, die ersten fünf Minuten flackerten noch undeutlich an meinem Auge vorbei, bevor mich die Müdigkeit dahin gerifftrafft (wenn ich eins an dem Abend gelernt hab: einen schlechten Witz kann man durchaus zweimal bringen!) hat. Danach war aber Zapfenstreich und nur gelegentlich wurde ich von irgendwelchen Störgeräuschen kurz aus dem unruhigen Schlaf gerissen.



 
Khalil: Auch wenn der letzte Streifen quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit, dafür mit einer neuen Tonspur (Andreas‘ Schnarchen) lief, verdient der Streifen dennoch eine Erwähnung - denn Weltkatastrophe 1999 ist in der Tat ein sehr seltener Streifen, von dem es nicht einmal in Japan eine legale DVD Fassung gibt und meines Wissens, außer einem VHS Release hierzulande, bisher nur einmal im Fernsehen auf RTL Anfang der 90er gelaufen ist.

Dazu kommt noch, dass der Film für den deutschen Markt mal eben fast eine Stunde geschnitten wurde, erwischt hat es meines Wissens hauptsächlich Dialoge, aber auch Szenen wie den Mutantenkampf vom Ende – die es wiederum, aus welchem Grund auch immer, dann bei RTL in die ausgestrahlte Fassung geschafft hat.



Weltkatastrophe 1999 handelt davon, wie ein Wissenschaftler, nachdem er die Prophezeihungen des Nostradamus gelesen hat, auf den Trichter kommt, dass diese sich langsam erfüllen und sich das Ende der Welt nähert; überflüssig zu sagen, dass ihm zunächst einmal Niemand glauben schenken mag. Der Film an sich mischt die Handlung um den Wissenschaftler mit zum Teil dokumentarischen Szenen von Katastrophen, bzw. auch mit gestellten Katastrophen, immer passend zu den Centurien von Nostradamus.

Und was die Katastrophen betrifft, da greift das Studio Toho wirklich in die Vollen und bietet dem geneigten Zuschauer wirklich alles – Wetterphänomene, sterbende Fischschwärme, die ans Ufer getrieben werden, Erbschäden durch Giftstoffe, mutierte Riesenschnecken, Hungersnöte, Flugzeuge, die durch eine Explosion ein Loch in die Ozonschicht reißen,  Eingeborene, die durch Strahlung, Chemie und whatever zu Kannibalen mutiert sind, Biker, die einen Massensuizid hinlegen, und, und, und – bemerkenswert ist vor allem das Ende, welches zeigt, wie es letzten Endes zu einer atomaren Katastrophe kommt und die letzten Überlebenden, 2 deformierte Mutanten sich um einen Wurm(!)
prügeln:


Tja, so kann’s gehen. ;)

Für das Studio Toho, welches ja vor allem Bekanntheitsgrad mit den Godzillafilmen erlangt hat, ist der Streifen überraschend ernst, wenngleich auch Szenen aus bereits gedrehten Filmen verwendet wurden, das Studio selbst bekam wohl auch ziemlichen Ärger mit Angehörigen von Hiroshima Opfern, weswegen der Film auch nach wie vor in Japan im Giftschrank verschimmelt und das Studio auch meines Wissens sich nicht mehr daran gewagt hat, ernste Themen aufzugreifen.

Generell würde ich selbst den Film auch nicht als reinen Gute-Laune-Trash abtun – dafür ist Vieles, was der Film aufgreift, dann doch eine Spur zu ernst. Aber Dank der Nebenhandlung gibt es dann schon Einiges, was den Film trashtauglich macht – hier seien nochmals die Nebenhandlung um den Professor erwähnt, der beispielsweise im Dschungel von Neuguinea auf Eingeborene stößt, die zu Menschenfressern mutiert sind.

Und gerade in einigen der ernstgemeinten Szenen erreicht der Film echtes Trashniveau, der Suizid der Biker/Hippies sei da mal erwähnt wie auch der Endfight.

Fazit: Eine sehenswerte, und dazu noch sehr rare Perle, allerdings nur bedingt trashtauglich.

Zurück zu Teil 1. 

Trashfilmabend of the Dead Reloaded Part 1


Ein weiteres Mal lud Khalil Böller, bekannt aus dem Celluleute-Podcast, zum Trashfilmabend im kleinen Kreis und erneut griff er tief in sein Archiv, um den geladenen Gästen Filme weit abseits des Mainstreams zu präsentieren. Kleine Perlen und Filme, die besser nie das Licht der Welt erblickt hätten, wechseln sich ab und sind doch in ihrer Mischung homogen. Irgendwie. Allen Filmen gemein ist, dass sie zumindest in Deutschland keinem größeren Publikum bekannt sind. 

Wie schon beim letzten Mal wird auch dieses Mal Khalil Gastkommentare beisteuern, und so bei diversen Filmen eine etwas andere Sichtweise beisteuern. 

Khalil: Zur Filmauswahl - generell wollte ich dieses Mal das Setting nicht so SF-lastig machen, auch wenn das nach wie vor ein extrem weites Feld ist, mit welchem man mehr als einem Abend füllen könnte, weswegen ich das Programm ein wenig bunter gestaltet habe. 

Andreas: In der Tat war der letzte Abend etwas SF-lastig. Doof nur, dass ich an dem Abend mein persönliches Waterloo erlebt habe, weshalb es auch keinen Blogeintrag dazu gab. Immerhin hab ich daraus gelernt und diverse Maßnahmen daraus abgeleitet, die sich an dem Abend bewähren sollten. 

Mit Elan starteten wir in den Abend und der erste Film des Abends präsentierte dann auch gleich eine Ikone des deutschen Boxsports. Rene Weller, genannt der schöne Rene, versuchte Mitte der 80er Jahre sich im Filmbusiness ein zweites (drittes?) Standbein aufzubauen. Mit eher überschaubarem Erfolg. Trotzdem ist Macho Man eine kleine Perle und der ideale Eröffnungstitel für einen feuchtfröhlichen Abend. 


Die komplette Garde an Menschen, die so tun, als wären sie Schauspieler, rettet sich mehr schlecht als recht über die komplette Filmdauer, die mit mehreren Handlungssträngen eine Handlung vortäuscht, die so nur in den Köpfen des Drehbuchschreibers existiert haben kann.


Die Haupthandlung dreht sich wohl um Drogendealer, die mal hie, mal da, unmotiviert in die Handlung geschrieben wurden, die Nebenhandlung soll wohl den Charakteren irgendwie Profil geben, versagt dabei aber komplett. Sowohl der von Rene verkörperte Charakter, als auch der zweite Hauptdarsteller bleiben bis zum Schluss so blass wie ein Stück weißes Papier und überzeugen nur durch wahlweise ihre unglaublich haltbare Föhnwelle, oder ihre extrem plumpen Anmachsprüche.

Dazu passt es dann ja, dass rund 50 % der Filmzeit dafür draufgehen, dass man den Darstellern beim Training zuschauen darf, oder Showkämpfe in einer Nürnberger Disco vor 20 Leuten, mit einer Soundkulisse von einem Weltmeisterschaftskampf unterlegt. 

Funfact: Der Film wurde am Ende komplett nachsynchronisiert. 

Eyecandy: Bea Fiedler, aber eher aufgrund ihrer 80er-Jahre Taft-Overkill-Frisuren. 

Fazit: Grandioser Auftakt für einen Abend der Superlative. 

Khalil: Gestartet wurde mit einem echten Klassiker des deutschen Actionfilms, der aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen nie so bekannt wurde, wie andere Produktionen um die Zeit - die Rede ist von Macho Man mit Rene Weller! Der Rene Weller? Das boxende Großmaul, der wegen Drogenhandels im Knast saß, seine Frau regelmäßig geschlagen hat und der in Talkshows sich für keine Scheiße zu schade war? Ja, genau der.

Der hatte sein Filmdebüt 1985 in diesem, in Nürnberg gedrehten Actionfilm. Zur Story - Rene, äh, Dany, kommt einem Mädel, welches von bösen Drogenhändlern unter Drogen gesetzt werden soll, zur Hilfe. Kurze Zeit später vereitelt er mit einem anderen Typ, seines Zeichens Karatemeister, einen Banküberfall. Dummerweise sind dann der Karatemeister und Weller beide scharf auf das gleiche Mädel. Und dann...ach, lassen wir das, denn eine Story ist eigentlich nur sehr lose vorhanden, weswegen der Regisseur auch weite Teile des Films Trainings- und Kampfsequenzen von Weller und dem Karateheini verwurstet hat. Dazwischen ab und an Bea Fiedler, bekannt aus Eis am Stiel, die beiden Jungs schöne Augen macht (zumindest, das was sie dafür hält), ach ja, und eine Breakdanceeinlage gibt es auch noch.

Der Film glänzt nicht nur mit Schauspielern, die irgendwie wirken, als ob es sich um Menschen handelt, bei denen jahrelange Inzucht gepflegt worden ist (hier sei der Sidekick des Karateheinis, speziell sein blendendes Lächeln, besonders erwähnt, ebenso, dass der Film komplett synchronisiert wurde, weil wohl weder Weller noch der Karateschauspieler so sprechen konnten, dass Leute außerhalb von Franken oder Baden die Beiden verstanden haben). Nein, auch die Dialoge, die direkt aus der Hölle zu kommen scheinen, sowie Frisuren und Klamotten, für die man sich selbst in den 80ern geschämt hat tragen zum unglaublichen Charme des Films bei. Dazu noch das Filmsetting an sich, das durch abwechslungsreiche Drehorte und Setausstattung hervorsticht.

Sehr geil ist beispielsweise die Disco, die ca. 70% der Drehorte ausgemacht haben dürfte, denn sie war nicht nur eine Disco, nein, auch die Boxkämpfe wurden in ihr gedreht. Gut, man hat meistens nur immer nur die gleichen 4-5 Zuschauer gesehen, aber dafür wurde ein Tonband eingespielt mit einer Geräuschkulisse, als ob die Jungs im Madisons Square Garden  boxen würden. Sehr schön. :)

Ach, und vergessen wir mal nicht die Dealerwohnung, die so richtig runtergekommen wirkte. Dank einem Totenkopf und Sexpistols Schriftzug auf der Blümchentapete wurde schnell klar gemacht, wer hier die Bösen sind. Sowie die grandiosen selbstgemalten Plakate Marke "Hauptschule, 4. Klasse, die auf den Kampf zwischen dem Boxer und dem Karatehoschi hingewiesen haben („Nur ganz faires Kräftemessen, weisstu?“) - der erst zum Filmklimax hochstilisiert, dann übrigens abgebrochen wurde, schließlich mussten die beiden Jungs ja noch die Dealer hochnehmen (Da war doch was!).

Fazit: Grandioser Trashstreifen, der so ziemlich alles falsch macht, aber genau deswegen der perfekte Opener war und den Beweis abgeliefert hat, dass man nicht immer nach Italien schauen muss, um richtige Scheiße zu finden.

In der Ursprungsfassung waren übrigens noch eine Sexszene mit der Fiedler und Weller drin. Weller hat es aber per Unterlassungsklage geschafft, dass diese rausgeschmissen werden mussten - egal, dennoch (oder gerade deswegen) sehenswert!

Jedenfalls, ich hatte das Gefühl, dass der Film ein ziemlicher Treffer bei den anwesenen Herren war, so dass es mit dem zweiten Film weitergehen konnte, mit dem es dann, „hell yeah!“, in die Zukunft ging.

Andreas: In der Tat war nicht nur ich von dem Film begeistert. Der ideale Opener, der aber vom nächsten Film locker getoppt wurde. Leider hab ich dafür nicht mal einen Trailer auf Youtube gefunden. Der Titel "She" ist aber auch extrem undankbar für eine Suche. Der deutsche Zusatz "...eine verrückte Reise in die Zukunft" gibt aber schon mal einen Indiz, wohin die Reise geht. 

In einer Art Endzeit zieht eine kleine Gruppe bestehend aus dem blonden Hünen Tom, Dick und Tom's Schwester durch die von Atombomben zerstörte Rest-Zivilisation. Naja, auf jeden Fall wird die Ische von den bösen Norks entführt. Dass sie böse sind, wird durch die Hakenkreuze auch mehr als deutlich gemacht. 

Danach werden sie irgendwie von der männermordenden Göttin (?) "She" gefangen genommen, können fliehen, entführen die Göttin (warum?), durchqueren mehrere Königreiche mit abgefahrenen Endzeitvölkern (Vampire, religiöser Kult, verrückter Professor, Pockenkolonie…) und bedienen sich aller möglichen Requisiten, die wahrscheinlich grad irgendwo so rumstanden. 

Am Ende ist die männermordende Göttin She plötzlich ganz handzahm und alles ist im Butterkuchen. Soweit, so belanglos. 

Was den Film aber zu einem idealen Trashfilmabendkandidaten macht ist die Synchro.
Der deutsche Verleih wusste offensichtlich mit dem Ausgangsmaterial nicht viel anzufangen, und verpasste dem Ding eine launige Quatsch-Synchro, die so doof ist, dass sie schon wieder gut wird. Beispiel: 

„Gibt’s die Löcher auch einzeln?“
„Nein, nur mit Käse!“
„Hm, ich mag keinen Käse!“.

Dem Film auf wenig Platz gerecht zu werden ist demnach schwer, weil die belanglose Handlung durch die Quatsch-Synchro wirklich aufgewertet wird. Noch schwerer ist das, was man da gesehen hat, irgendwie in Worte zu fassen. Der rote Faden, an dem sich der Film entlang hangelt, ist dünn, die Schauspieler erinnern an Komparsen aus drittklassigen italienischen Sandalenfilmen. Die Kostüme teilweise auch. Am Ende ist das aber eh alles egal, weil man vor lauter Lachen und an den Kopf greifen ohnehin nicht mehr auf die Handlung achtet. 

Funfact: Der Film nimmt sich im Original wohl bierernst. 

Eyecandy: Sandahl Bergmann. Also irgendwie. Wenn sie Ketten liegend ausgepeitscht wird, ist das ein Rückschlag für die Emanzipation, aber zumindest hält sie dabei die Klappe. Ein echter Gewinn für den Film. 

Khalil: SHE...eine verrückte Reise in die Zukunft ist in der Tat ein sehr seltener Film, der es bis dato nur in England und Italien auf DVD geschafft hat, ab und an aber bei MGM HD ausgestrahlt wird – immerhin. Von meiner alten VHS Verleih-Kassette habe ich mir dank modernster Technik den Streifen auf den Computer gezogen, so dass wir für den Filmgenuss nicht auf VHS-Technik angewiesen waren. 

Immerhin ist She keine komplette italienische Produktion, sondern auch die USA hingen mit drin, wenngleich der Film erst drei Jahre später nach Erscheinen in den USA lief. Wo, das weiß kein Mensch.

Der Film greift die Story von "She...Herrscherin einer versunkenen Welt" auf, eigentlich ein Klassiker u.a. aus den Hammerstudios und verfrachtet die Storyline in eine postapokalyptische Zukunft.

Zur Story - die Welt ist mal wieder untergegangen, Menschen leben in Stämmen zusammen. Der blonde Hüne Tom mit seinem Sidekick und seiner Schwester leben vom Handel, bis ihre heile Welt zusammenbricht, als die Schwester von den bösen Norks (erkennbar am fiesen Roadpunkoutfit, stilecht mit jeder Menge Hakenkreuzen auf den Klamotten) entführt wird. Tom und sein Sidekick geraten dann noch in die Hände der Göttin SHE, gespielt vom Playmate Sandrahl Bergman, auch bekannt aus Conan der Barbar, die sich aber dann mit den Jungs zusammentut, und sich aufmacht, mit ihnen in Richtung böser Norks zu marschieren.

Was dann folgt ist Filmkunst nach dem Motto "mehr ist mehr", denn neben den obligatorischen Roadpunks, bietet der Film so ziemlich jede Kreatur der letzten 50 Filmjahre auf - Amazonen, Ritter, bandagierte Leprakranke mit Stihlkettensägen, Werwöfe oder Vampire, Mad Scientists, einem fetten Typ im Balletttütü und Gasmaske, Axt schwingende Kultisten, die einen Mutanten mit dem Namen Godan anbeten (der als Symbol Hammer und Sichel auf seinen Flaggen trägt) bis hin zu einem Typ, der, ach, das lassen wir mal. :)

Erwähnenswert sei noch der Endkampf, in dem die drei es mit jeder Mange cleverer Fallen mit der ganzen Armee der Norks aufnehmen - sowas hat man noch nicht gesehen!!!

Jedenfalls, das deutsche Synchronstudio scheint erkannt zu haben, dass es sich um Grütze feinster Art handelt, weswegen man dem Machwerk eine sehr launige Synchro Marke "Die Zwei" verpasst hat, was den Film, der tatsächlich ernst gemeint war, ein wenig klamaukig und dadurch erträglicher wirken lässt. Und auch die Schauspieler, gerade die Bergman scheint, egal was gerade passiert, wirklich nur einen(!) Gesichtsausdruck zu kennen, spätestens nach dem Streifen ziehe ich meinen Hut vor der schauspielerischen Leistung, die Bea Fiedler bei Macho Man abgeliefert hat.

Trailer gibts keinen, allerdings gibt es den Film komplett auf YT (leider nur in Englisch), dennoch ein kleiner Ausschnitt:

Samstag, 14. Dezember 2013

Super Weihnachts-Special-Deal!

Weihnachten steht vor der Tür und wer noch auf den letzten Drücker ein Geschenk sucht, sollte jetzt und hier zugreifen! 

Für nur noch 4,99 kann man seinen Liebsten eine Freude machen und zu Weihnachten fröhliche Zombie-Action in Buchform verschenken. Das ideale Geschenk für Nichten, kleine Schwestern und die liebevolle Ehefrau. Die Aktion ist zeitlich begrenzt, also lieber jetzt als gleich zuschlagen, bevor der Preis wieder auf 8,99 hochgeht. Außerdem ist es ja nicht mehr lang bis Weihnachten. 





Freitag, 6. Dezember 2013

1943: Operation Untot ab sofort als Buch bei Amazon bestellbar

Frohe Nachricht für alle, die noch keinen Kindle haben, oder einfach gern in richtigen Büchern blättern: Ab sofort kann 1943: Operation Untot bei Amazon für nur 8,99 Euro als Taschenbuch bestellt werden

Das ideale Weihnachtsgeschenk für Freunde, Familie, Kollegen und Leute, die ihr nicht leiden könnt.






Dienstag, 26. November 2013

1943: Operation Untot - Das Prequel

Es ist vollbracht. Stolz darf ich die erste Kooperation mit dem Bestseller- und Zombieautoren Xander Morus kundtun.

Manch einer erinnert sich vielleicht noch an den Teaser, den ich letztes Jahr für das Projekt 1943: Untot erstellt habe:


Optimistisch bin ich damals von einem schnellen Ende des Projekts ausgegangen und wurde eines Besseren belehrt.

Neben eigenen Projekten, haben wir viel Zeit dafür aufgewendet, die beiden Ansätze für unsere Geschichte dichter miteinander zu verweben und mussten dafür den einen oder anderen Kompromiss eingehen. Keine Kompromisse sind wir dagegen bei der Geschichte eingegangen, die die knallharte Realität des zweiten Weltkriegs um eine schreckliche Facette erweitert: Zombies.

1943: Operation Untot spielt in dem bekannten Untot-Universum und erzählt die Vorgeschichte zu den schrecklichen Ereignissen in Untot: Dämmerung und Untot: Finsternis. Neben neuen Charakteren gibt es mehr Informationen zu den Hintergründen und Auswirkungen der Zombie-Seuche.

1943: Operation Untot ist ab sofort im Amazon-Kindle-Store für 2,99 Euro verfügbar. Zur Feier der Veröffentlichung wird das Buch am 27. und 28.11.2013 kostenlos im Rahmen einer Promo verfügbar sein. Eine Printveröffentlichung via Amazon Createspace folgt.



Freitag, 20. September 2013

China Gadgets of Doom

Nichts kann meinen Konsum aufhalten. Weder Ländergrenzen noch Vorurteile. Vor allem dann nicht, wenn die Artikel preislich auf einem Niveau liegen, bei dem ich eventuelle Zweifel vor mir selber rechtfertigen kann. 

Auf Ebay bieten diverse Händler aus China ihre Ware zu teils wirklich günstigen Preisen an. Viele der Sachen gibt es auch hierzulande, oft für den zwei- bis dreifachen Preis und einige Sachen hab ich da zum ersten Mal gesehen. Für den totalen Shoppinggenuss - und um sich da im Ebay-Dschungel nicht zu verlaufen - bieten diverse Portale ihre Dienste an, ein paar hab ich dann weiter unten verlinkt. 

Zoll ist bisher noch keiner angefallen, die Preise der Artikel bewegen sich aber auch durchgehend auf niedrigem Niveau. Die Versandkosten sind in der Regel im Produktpreis enthalten. 

Was mir natürlich von vornherein klar war: für wenig Geld, darf man auch nicht viel erwarten. Trotzdem hab ich den Versuch gewagt, und möchte gern meine Erfahrungen mit euch teilen. Was mir nämlich häufig bei dem Zeug gefehlt hat, war eine aussagekräftige Artikelbeschreibung, oder eine verlässliche Bewertung der angebotenen Ware. Bei den Preisen vielleicht auch nebensächlich, aber einer muss es ja machen. 

Die jeweiligen Artikel sind mit den entsprechenden Ebay-Auktionen verlinkt, die bei Erstellung des Artikels noch online waren. 

Beginnen möchte ich mit einer Computer-Maus, die mit etwas über vier Euro verdächtig billig erscheint. Greift man die Maus, fallen als erstes die scharf geschnittenen Kanten und die flache Form auf. Sie liegt auch nicht wirklich anschmiegsam in der Hand, aber das mag Gewöhnungssache sein. 


Steckt man sie in den USB-Port werden unter Windows 7 die Treiber automatisch installiert und die Maus kann sofort genutzt werden. Auf ebenen Flächen klappt das auch ganz gut, auf der Couch aber zum Beispiel nicht mehr so. Weil ich  meinen Laptop durchaus auf der Couch nutze und da auch mit der Maus rumfahre, nicht ganz so praktisch. 

Die linke und die rechte Maustaste verrichten ordentlich ihren Dienst, das Mausrad auch. Einzig die durch das Mausrad ausgelöste mittlere Taste ist etwas schwerfällig. Auch knackst es dabei unangenehm laut. Ich kehr dann wieder zu meiner Microsoft-Laptop-Maus zurück, aber für den Notfall, oder als Zweitmaus für den Partykeller ist das Teil ganz in Ordnung. Vor allem für den Preis. 

Für den Laptop war dann auch der Reinigungsschleim. Meine Tastatur hat schon viel erlebt und freut sich sicher darauf, von Bröseln und Rückständen befreit zu werden. 


Öffnet man die Verpackung, strömt angenehmer Spüligeruch heraus. Der Schleim selbst ist... schleimig ... und fühlt sich leicht feucht an, hinterlässt aber keine Feuchtigkeit z. B. auf der Tastatur. 


Einmal drüber gelegt, ein paar mal drüber gewalzt und schon ist alles sauber. Oder auch nicht. Bei einer Laptoptastatur wie der meinen ist das a bisserl doof, weil der Schleim nicht zwischen die Tasten kommt. Dafür fühlen sich die Tasten jetzt recht sauber an. Und sie riecht gut. Nach Spüli. 



Weil ich Magentabletten schlucken muss, kam mir das nächste Gadget durchaus gelegen. Eine Pillendose als Schlüsselanhänger. Genial einfach und mit einem Euro fair bepreist. Der Artikel hält dann auch, was er verspricht. Leider sind die Maße nicht für jede Tablettenform geeignet. In meinem Fall bekomm ich da gerade mal drei Tabletten rein, was mir persönlich zu wenig ist. Achja, beim abwaschen ist innen die Farbe abgegangen. Achtung: die in der Auktion angegebenen Maße weichen ab, siehe Bild. 


Richtig toll ist dagegen die Toast-Bärchenausstechform. Gibt's wahrscheinlich auch bei T€DI oder anderen Ein-Euro-Läden, aber als Mann von Welt kauft man das natürlich direkt in China. Kommt auch viel besser dann auf die Frage, wo man's denn her hat. Die Form ist aus äußerlich stabilem Plastik und zaubert Kindern bei der Pause oder auch bei der Brotzeit mit Sicherheit ein Lächeln auf die Lippen. Zumindest mein Neffe war begeistert. Der mag aber auch Teddys. 


Wo shoppen?

Wie oben schon geschrieben, hier noch ein paar Anlaufstellen. Die entsprechenden Seiten hab ich zum Teil selber über Google ausfindig gemacht, eine davon wurde über ein Forum verlinkt. Die angepriesenen Produkte unterscheiden sich kaum, so dass es schwer fällt, einen eindeutigen Favoriten zu küren. China-Gadgets.de fand ich persönlich einen Tick informativer, weil man z. B. Tablets oder auch Elektronikspielzeug miteinander vergleicht und testet.


Bestellungen natürlich auf eigene Gefahr. Gelieferte Produkte können voneinander abweichen, genauso wie Eindrücke. 

Sonntag, 11. August 2013

Burgerdialog in Moosburg

Nein, das ist kein politischer Blog und soll auch keiner werden. Trotzdem möchte ich mich auch auf diesem Weg bei Peter Warlimont und Florian Simbeck (bekannt in der Rolle des Stefans aus Erkan & Stefan) bedanken.

Bei brütender Hitze standen die beiden am Grill und haben rund 20 Besucher meiner kleinen Grillfeier mit Burgern und Bier versorgt. Nachdem alle versorgt waren, hat man sich dem politischen Dialog gestellt und auch bei kritischen Fragen war man um Antworten nicht verlegen. Natürlich steht über allem noch die Parteipolitik, die selten Rücksicht auf Einzelmeinungen nimmt, aber trotzdem haben Florian und Peter nicht nur bei mir einen tollen Eindruck hinterlassen. 

Super fand ich, wie unverkrampft auf die Leute zugegangen wurde und in manchen Fällen der politische Dialog auch mal in den Hintergrund trat. Aus Wahlkämpfern wurden interessierte Zuhörer, Familienväter und Gäste. Das war Politik zum anfassen mit Kandidaten, die keine Berührungsängste kannten.

Ob die SPD in Bayern was reißen kann bleibt abzuwarten, aber offensichtlich hat man die Herausforderung angenommen und kämpft um jede Stimme. 

Hier noch ein paar Impressionen: